Das Kleid

Ich ste­he bei der Schnei­der­in und sehe mein Hochzeit­skleid zum ersten mal fer­tig an mir ange­zo­gen. Mein Gesicht spricht Bän­de, ich finde es kacke.

Die Schnei­der­in ver­sucht mich etwas zu beschwichti­gen: “Ach das ist nur ein Kleid, wenn die Par­ty gut ist, kann sich jed­er nur noch daran erin­nern!”

Ich ver­suche erwach­sen und mein Alter entsprechend beson­nen zu reagieren.: “Ja, ver­mut­lich haben Sie recht.”

Denke aber nur: “VERDAMMT NOCHMAL, ICH WILL EINE PRINZESSIN SEIN!!!!!!!!!!!!!!!”

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Herr Nowodka erklärt Vintage

Och jood, dat Se mis­ch he tre­f­fen. Isch wäiß nichth, ov wie et allt wussten, ävver beim’r dorüvver hät e neue Weetschaff eröffnet. Naja kein richtige, nor esu e mod­erne. Fröher gab et beim’r Met­tbrötchen, met öntlich Öllich drop. Un wat maache der Pooschte. Jebrots dat Mett un der Öllich dürch, packe noch a pärche unausspräch­liche Dinger drop un nen­nen et Burg­er. Let­ztens han isch d’r Keller aus­geräumt un ahl Pal­let­ten, Ben­zinkanis­ter, ahl Jeeße un rock zuck wor all wäch. Se mein­te se bruche dat all för der Deko. Dann ben isch met Ritasche ren un wat sin ich se drinke Alt­bier us Ein­machgläsern un esse Frit­ten us Mülleimern. Un dat Bier, dat es nit ens vum Faaß, son­dern usd’r Falsche, dat muß mer sich erst­mal vorstellenm’r, hättenm’r sowas fröher nit getraut. Icsh han ens ming Broder­schdoochter, Jen­ni, gefragt, wat dat all soll, un do mein­te se nor et nen­nt sich win­täsch, Mir han et fröher Dress genen­nt. Wann do win­täsch wells, kanns do ija direk­te­mang noh Colo­nia jöck­eln, mieh win­täsch, als d’r Dom krieg­ste do nit.

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Der Ring der Ringe

Alle sagen mir immer, wie wichtig es ist, die per­fek­ten Ringe für die Hochzeit auszusuchen.

Ist es nicht.

Um den Artikel etwas voller zu kriegen, hier noch ein Kek­srezept, was ich heute aus­pro­biert habe, hat­te ja Zeit über nach dem Ringkauf:

300 g Mehl
40 g Rohen­zuck­er
125 g Mar­garine
100 g Agavedick­saft
100 g Erd­nuss­but­ter

Ofen bei 160 Grad vorheizen. Alle Zutaten zu einem gle­ich­mäßigem Teig mis­chen. Run­de Kek­se daraus for­men und für 10 Minuten in den Back­ofen steck­en. Fer­tig!!!! (Psst.…Dauerte länger als das Ringekaufen)

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Heiraten ist so ein Frauending

Es ist ja schon paar mal hier The­ma gewe­sen, mein Lieb­ster und ich wer­den in weni­gen Wochen den Bund der Ehe einge­hen. Aber seit dem wir beschlossen haben zu heiraten, wobei um genauer zu sein, seit dem wir offiziell verkün­det haben, dass wir beschlossen haben zu heiraten, zeich­net sich immer mehr ein selt­sames Bild in unserem Fre­un­des- und Bekan­ntenkreis.

Beson­ders bei den Män­nern, und vor allem bei denen, die diesen Schritt bere­its gewagt haben, stelle ich immer wieder recht frag­würdi­ges Ver­hal­ten fest. Erst kommt die Beglück­wün­schung, und dann drehen sich die Her­ren zu meinem Lieb­sten um, machen dieses lei­d­volle Gesicht, als ob sie sich ger­ade einen fiesen Split­ter einge­fan­gen hät­ten, dann fol­gt eins diese Uhh­hh-Mund­for­ma­tio­nen, und dann die alles entschei­den­de, zu hun­dert Prozent unpassend­ste Frage aller Zeit­en in diesem Augen­blick “Junge, hast Du es dir wirk­lich gut über­legt??” Jet­zt im Ern­st, was erwarten sie in diesem Moment für eine Antwort “Oh, jet­zt wo Du es sagst, ich glaube ich will doch nicht” oder “Nee, habe ich nicht, aber was habe ich bloß für eine Wahl?” Okay, bei dem einen oder anderem wäre es vielle­icht sog­ar ehrlich. Aber wer ist schon ehrlich?

Aber was soll dieses über­triebene Machogehabe, die Ehe wäre was schreck­lich­es, eine nim­mer enden­de Hölle, und der einzige Weg aus ihr, ist das Ableben dein­er Geis­tes­ge­gen­wart, deines Humors, dein­er Libido und anschließend deines Läääääbens? Ja, so ist die Ehe.

Völ­lig über­raschend und unver­hofft wer­den die vorher unkom­plizierten und reizen­den Geschöpfe unmit­tel­bar nach dem Ja-Wort zu Mon­stern. Sie saugen alle Lebensen­ergie aus euch und machen euch zu ihrem wil­len­losen Sklaven. Und das alles unter Ver­weigerung der ehe­lichen Pflicht­en. Respekt!

Dieses Heiraten wur­den doch eh von den Weibern für die Weiber erfun­den, als die ulti­ma­tive Rache an dem Mann für alles, wirk­lich für ALLES! Und außerdem wol­len sie es nur als Ali­bi, um einen sünd­haft teuren Fum­mel anzuziehen und ein­fach mal ein Haufen Kohle aus dem Fen­ster zu schmeißen, um ein­mal Prinzess­in sein. Ja ja, so sind wir, wir Frauen, ein­fach nur scheiße.

Meine lieben geknechteten Ehemän­ner, ihr Gottes Geschenke an die Men­schheit, ich kann euch nur sagen, ein Glück, kön­nen wir bald voneinan­der sagen, dass wir ver­heiratet sind, und zwar nicht miteinan­der.

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Neujahrsvorsätze

Fre­un­de, das neue Jahr hat begonnen. Ein Ende ist immer mit einem trau­ri­gen Abschied und mit Ver­lust ver­bun­den. Ein Anfang ist immer frisch, neu, span­nend, ungewiss. Man hat noch alles vor sich, und kann es noch selb­st gestal­ten, wie ein unbeschriebe­nes Blatt. Entwed­er macht man etwas Schö­nes, Kreatives und Ansehn­lich­es draus, oder man macht es wie immer, nur dann wird es wie immer, am Ende gefühlt scheiße.

So ist es auch nicht ver­wun­der­lich, dass fast jed­er, den Jahreswech­sel dazu nutzt, etwas Neues sich anzueignen um die eigene Leben­squal­ität zu verbessern. Klas­sik­er sind da natür­lich Fit­ness und Gesund­heit, Liebe und das soziale Leben, seit neuestem auch Umwelt.

Und wieso nicht das eine und das andere irgend­wo miteinan­der verbinden und das ganze dann nutzen, um einen Text daraus zu schreiben. Gedacht, getan et voilà, da haben wir es schon. Aber worum geht es hier eigentlich? Mein Vor­satz für dieses Jahr ist weniger Müll. Egal welchen Müll, Bio-, Papier, Glas, ver­bal, sozial, men­tal ein­fach alles.

Das bedeutet auch, sich von eini­gen lieb gewonnenen asozialen Gepflo­gen­heit­en zu ver­ab­schieden, wie z. B. Bio-Gurken in Plas­tik­folie kaufen, oder emo­tionalen Müll in sozialen Net­zw­erken zu ver­bre­it­en.

Zum ersten muss ja hof­fentlich nicht viel sagen, da nick­en die meis­ten nur zus­tim­mend. Da ich ja ohne­hin mich seit über einem Jahr fast auss­chließlich veg­an ernähre, ist das eigentlich nur die logis­che Kon­se­quenz daraus.

Zum zweit­en Vorhaben, ver­hält es sich eigentlich nicht viel anders als zu erstens. Ein Post in zwei Sätzen, ist schnell getan, schnell gele­sen, schnell geliket, ist aber am Ende des Tages völ­lig sin­n­frei. Das polemis­che Gesülze, was da oft ver­bre­it­et wird, inter­essiert mich nicht, kommt auch ganz sel­ten bis zu mir durch, und ich denke, es ver­hält sich mit meinen eige­nen Posts genau­so. Es ist ein­fach nur über­flüs­siger Müll. Dann lieber dem eige­nen Blog weit­er Leben ein­hauchen.

Nein ich melde mich nicht ab, ich laber nur hof­fentlich ein­fach nicht mehr so viel. 

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Namen sind nur Schall und Rauch?

Wie ich schon das eine oder andere Mal in meinen Beiträ­gen erwäh­nt habe, werde ich dem­näch­st den Bund fürs Leben schließen, das bringt auch die eine oder andere rechtliche Änderung mit sich und die eine oder andere Entschei­dung, die bere­its im Vor­feld getrof­fen wer­den soll. Unter anderem, welcher Nach­name gewählt wird.

Ich muss dazu sage, ich habe einen typ­is­ch rus­sis­chen Nach­na­men, der in Rus­s­land dur­chaus ver­bre­it­et ist, aber hier in Deutsch­land eher auf­fäl­lig ist, und den einen oder anderen Schmun­zler beim Aussprechen ern­tet. Als Jugendliche habe ich ihn natür­lich gehas­st und mir immer gewün­scht, in der Flut von Müller-Mey­er-Schmidt ein­fach unterzuge­hen. Es war nicht immer leicht, so trau­rig es auch klin­gen mag, aber bei der Woh­nungssuche ist der Name echt hin­der­lich gewe­sen. Aber so tren­nt sich auch Spreu von Weizen, und man stellt auch sehr schnell fest, mit wem man es zu tun hat, oder in diesem Fall dann eben nicht.

Irgend­wann war ich auch soweit zu sagen: der Name gehört zu mir und ist auch das per­fek­te Wieder­erken­nungsmerk­mal. Und jet­zt das. Eine Eheschließung, und ein neuer Name? Das Behal­ten des Geburt­sna­mens trifft bei den meis­ten auf Unver­ständ­nis, sowohl bei Män­nern als auch bei Frauen. Die meis­ten Frauen, mit denen ich gesprochen habe, ver­sicherten mir, dass sie keine zwei Sekun­den daran gedacht haben, ihren Namen zu behal­ten und es sofort klar war, dass sie den Namen des Man­nes annehmen wer­den. Ich weiß nicht, ob ich an dieser Stelle nochmal die The­o­rie von der rück­läu­fi­gen Emanzi­pa­tion ein­brin­gen soll, aber die Vehe­menz war schon verblüf­fend. Alle sind sich einig, man soll­te sich der Tra­di­tion beu­gen und den Nach­na­men des Man­nes annehmen, na, den Kindern zu liebe (die wir noch gar nicht haben), wie soll man dann nach außen als Fam­i­lie wirken (stimmt, der Name ist da auch das Einzige, was zählt), ist das deinem Zukün­ftigem egal? (Ja, abso­lut). Aber kein­er kam auf die Idee mich zu fra­gen, warum ich über­haupt daran denke, den Namen zu behal­ten. Anscheinend ist das viel unwichtiger als irgendwelche ungelegten Eier.

Es gibt noch eine kleine Anek­dote aus mein­er Fam­i­lie, warum mir der Name wichtig ist. Es begin­nt alles Ende der 1920er Jahre in Rus­s­land. Meine Urgroß­mut­ter, geboren in Sofia, Haupt­stadt von Bul­gar­ien, heiratet weit unter ihrem Stand ihre große Liebe, den Sohn des jüdis­chen Met­zgers. Kurze Zeit später kriegen die bei­den einen gesun­den Stammhal­ter, meinen Opa, und das Fam­i­lienglück scheint per­fekt zu sein. Doch dann bricht der zweite Weltkrieg aus. Wie wir alle aus den Geschichts­büch­ern gel­ernt haben, war jüdis­ch sein in dieser Zeit nicht all zu beliebt, sowohl bei den Deutschen als auch bei den Russen. Meine Urgroß­mut­ter, die damals bei der Passstelle arbeit­ete, woll­te ihre Fam­i­lie vor dem Schlimm­sten bewahren, und änderte kurz­er Hand den Nach­na­men von einem typ­is­ch jüdis­chem in einen typ­is­ch rus­sis­chen. Lei­der geri­et ihr Mann kurz Zeit später unter rus­sis­cher Flagge in Kriegs­ge­fan­gen­schaft und kehrte nie mehr heim. Aber der Name blieb und wur­de von meinem Opa an meinen Vater weit­er gere­icht und ich habe ihn schließlich von meinem Vater erhal­ten. Da mein Vater eben­falls der einzige Sohn sein­er Eltern blieb und ich keine Brüder habe, die ihn weit­er vererben wer­den, wird der Name auch ver­mut­lich mit mir ausster­ben, aber diese Geschichte bleibt, und wird hof­fentlich in viele Gen­er­a­tio­nen weit­er getra­gen.

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Alles kleinreden…

Laut Wikipedia ist die Bedeu­tung von kleinre­den wie fol­gt:

etwas herun­ter­spie­len, von sein­er eigentlichen Bedeu­tung her­ab­set­zen und damit unbe­deu­tend machen

Irgend­wie habe ich immer öfter den Ein­druck, dass das zu so ein­er Art Volkss­port gewor­den ist.

Du darf dich niemals, um keinen Preis der Welt, zur dein­er Begeis­terung beken­nen und schon gar nicht ver­suchen, jemand anderen dafür zu begeis­tern. Und wenn Du es dann doch tust, bist Du bloß schwach und ver­let­zlich, ein leicht­es Opfer für jed­er­mann. Am besten bewaffnest Du dich mit ordentlich viel Zynis­mus und Miss­mut. Das ste­ht dir viel besser, als diese gute Laune und Freude am Leben. Dann kannst Du dich endlich zu den anderen Mis­an­thropen gesel­len und dein Leben damit ver­brin­gen alles klein zu reden. Aber was Du mach­st ist die eigentlich Bedeu­tung von deinem eige­nen Leben her­ab­set­zen und damit unbe­deu­tend machen.

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Leningrad — Exponat

Eine hüb­sche, junge Frau skyped mit einem Anzu­gräger und ver­sucht ihn dabei, ziem­lich offen­sichtlich, zu beein­druck­en. Der Anzugträger läd seine Gesprächspart­ner­in am gle­ichen Tag noch zu ein­er Ausstel­lung ein, und sagt, dass er sie um 6 abholen wird. Sie willigt ziem­lich gelassen ein, und damit ist das Gespräch been­det.

An dieser Stelle geht die Geschichte los. Waschen, leg­en, zupfen, schmieren, wick­eln, föh­nen, schminken, kotzen, beste Fre­und­in beschimpfen. Alles für das erste Date, alles für den per­fek­ten Schein.

Die Grup­pe Leningrad hat längst, nicht zulet­zt wegen ihrer aufwendi­gen Videos, absoluten Kultcharak­ter in Rus­s­land. Mit ihren ein­deutig nicht jugend­freien aber rafinierten und poet­is­chen Tex­ten, hal­ten sie ihren Zuhör­ern, auf eine satirische Weise, den Spiegel vor. Sie machen sich lustig über Sta­tussym­bole und den über­trieben Protz, für den die rus­sis­che Ober­schicht oft­mals bekan­nt ist.

Aber auch musikalis­ch ist Leningrad nicht zu ver­acht­en. Mit einem Mix aus Ska, rus­sis­cher Folk­lore, HipHop und sog­ar Met­al, geht der Sound der Band sofort ins Ohr. Selb­st wenn man die Tex­te nicht ver­ste­ht, ist Mit­tanzen garantiert.

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Familienzusammenführung, ein Drama in 5 Akten

Wel­come to our crazy freaky show Meet the Greens. Jüdis­che Mesh­puche trifft auf geball­te Ladung West­fäl­ligkeit.

Kapitl 1: die Vor­freude

Mut­ter des Bräutigams untern­immt den let­zten verzweifel­ten Ver­such aus ihrem Sohne­mann doch noch einen guten Haus­mann zu machen. Der arme Kerl wird dazu ver­don­nert Bier­brot zu back­en. Irgend­wann höre ich aus der Küche die verzweifel­ten Rufe von Schwiegermut­tern in spe “Nein, das Bier soll­st du nicht trinken, es kommt in den Teig.”

Kpitel 2: die Ankun­ft

Die Eltern der Braut kom­men zum ersten mal in West­fal­l­en an. Rundgang durchs Haus. Alle sind begeis­tert vom Patykeller, Mrs Green ist vom Ein­machkeller sehr beein­druckt. Mr Green lebt sich schon mal ein. Der Bräutigam ist ver­schol­len. Läuft!!!

Kpitel 3: Warm wer­den!

Was wir durch die Sprach­bar­ri­ere haben, machen wir durch die Laut­stärke wieder wett. AC/DC war ja nix gegen. Wie ste­hts eigentlich beim Fuss­ball?

Kpitel 4: Oh mein Gott du behält­st deinen Namen!

Ja ich finde Tat­jana ganz gut.

Kapitel 5:Ende gut, alles gut!

Der Bräutigam hat einen neun Cock­tail erfun­den, Tai­fun. Gute Nacht Fre­un­de.

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Das Wichtigste bei einer Hochzeit…

…ist immer genau das, wonach man ger­ade schaut. Egal ob es der Fotograf ist, die Loca­tion, das Essen, die Musik, das Kleid, die Ringe, Ein­ladungskarten, Klopa­pier­farb­muster. Alles so wichtig, dass damit die gesamte Hochzeit ste­ht oder fällt. Da ist es natür­lich auch nicht ver­wun­der­lich, dass man, völ­lig gestresst vom eigen­em Glück, ver­sucht an die etwas erfahrenere, das Ganze etwas objek­tiv betra­ch­t­en­de Umwelt zu wen­den.

Da hat man natür­lich viele Möglichkeit­en. Zum einen Hochzeit­sportale oder Grup­pen in sozialen Net­zw­erken. Man soll­te aber hier bedenken, dass sie voller min­destens genau­so panis­ch rum­ren­nen­der Faste­heleute sind, die vielle­icht nicht den gle­ichen Geschmack teilen, andere Vorstel­lun­gen haben, min­destens genau­so wenig Ahnung haben wie man selb­st, oder ein­fach nur Vol­lid­ioten sind.

Eine weit­ere Alter­na­tive wären Hochzeit­szeitschriften. Hochzeit­szeitschriften sind teuer. Ver­dammt teuer, und ganz ehrlich, ich weiß über­haupt nicht, wozu die gut sein sol­len. Eine Fre­und­in hat mir ihre “vererbt”. Schlanke, schöne Hip­ster­paare, die ihren schön­sten Tag mit zehn Leuten irgend­wo im Wald, auf einem Fes­ti­val, am Meer, im The­ater, in ein­er Sche­une feiern. Alles voller Blu­men, die Tis­chdeko per­fekt auf alles abges­timmt. Das Paar kommt auf einem Tandem, Long­board, Ves­pa anger­adelt. Die Gäste trinken selb­st­gemachte Hol­un­der-Minze-Limet­te-Schor­le mit Horn­feilchen- und Gänse­blüm­ch­eneiswür­feln aus Wick­gläsern. Das Essen kommt von einem Foodtruck. Als Gästegeschenke gibt es auser­lesene Öle oder Seifen, bei zehn Leuten ist es auch ok. Gut, kann an alles als Inspi­ra­tion im Hin­terkopf behal­ten.

Und dann gibt es natür­lich die Fre­un­de, die nur das Beste für einen wol­len und gemäß ihren Ratschlä­gen leicht bipo­lare Ten­den­zen haben. Es kom­men so Ratschläge wie: Ach Band, Band, mach’ doch ein­fach eine Playlist, oder fragt doch mal Guns N’ Ros­es, die machen’s bes­timmt, haben doch schon seit Jahren keine Auftrit­te mehr. Torte? Die von Cop­pen­rath und Wiese, die sind sog­ar zum Teil veg­an­is­ch, oder bet­selle dir so eine 16stöck­ige, bege­hbare. Ach, wenn’s zu trinken nur Bier gibt, reicht es doch, naja und den 10 Jahre alten Whiskey.

Das Wichtig­ste bei ein­er Hochzeit ist übri­gens: Die Braut Nicht alles so wichtig zu nehmen.

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