Ich (Herze) London

Seit zwei Jahren habe ich mir eine schicke Ange­wohn­heit zugelegt, und zwar zu meinem Geburt­stag eine Städte­tour zu machen. Da ich es schon das zweite mal in Folge gemacht habe, kann man das beherzt als Gewohn­heit abstem­peln.

Nach­dem ich let­ztes Jahr 24 Stun­den Ams­ter­dam erforscht habe, habe ich dieses Jahr beschlossen mir etwas länger Zeit für die Stadt zu nehmen. Und da ich noch nie zuvor auf der britis­chen Insel ver­weilen durfte, fiel meine Wahl auf die Haupt­stadt der Dandies.

Über­nachtet habe ich in Clapham Guest House im beschaulichem Wandsworth.

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Ich wurde im Vor­feld gewarnt, keine großen Erwartun­gen an die Hotels in Lon­don zu haben, vor dem Hin­ter­grund, ist das Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis opti­mal. Die Böden sind etwas knarzig, die Fen­ster­rah­men etwas alt, aber es lässt sich da aushal­ten. Vor der Haustür fährt direkt ein Bus und man ist in weniger als 20 Minuten am Big Ben.Um ehrlich zu sein habe ich den Big Ben auch paar mal nur aus dem Bus bewun­dert.

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Und in der nähren Umge­bung gibt es genug Restau­rants, Pubs und Bars, falls man Abends keine Lust auf den Touris­ten­rum­mel in der Innen­stadt hat. Sehr zu empfehlen ist hier 22 North Stree. Sehr ruhiges Ambi­ente und leck­eres aus­ge­fal­l­enes Essen.

Bevor ich nach Lon­don gefahren bin, wollte ich nicht völ­lig unvor­bere­it­et da auf­tauchen, da sich immer als schwierig gestal­tet, wenn man zum ersten in ein­er großes Stadt ist und nur zwei volle Tage zum guck­en hat. Da ver­falle ich oft in einen Kul­turstress und ver­plem­pere meine Zeit damit die typ­is­chen Touris­ten­fo­tos zu machen, anstatt die Metro­pole richtig zu erkun­den. Als Präven­tiv­maß­nah­men habe ich etwas nach Erfahrungs­bericht­en über Lon­don recher­chiert und bin auf den Lon­don­blog­ger gestoßen.

Schon mal in Vor­feld, ja ich habe auch was Tourimäßiges gemacht, und bin zum Wachewech­sel am Buck­ing­ham Palace gefahren. Stürzte mich huld­voll wink­end in die Men­schen­menge und ver­suchte ein paar Bilder von dem ful­mi­nan­tem Spek­takel zu ergat­tern. Ich finde ich war erfol­gre­ich.

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Aber zurück zum dem bere­its oben erwäh­n­ten Blog­ger. Er gibt einem kleine Tipps wo man hinge­hen kann, zum Shop­pen, Essen, Feiern. Und selb­stver­ständlich kann man an einem Woch­enende nicht alles aus­pro­bieren, aber das eine oder andere kann man dur­chaus pro­bieren. Zum Shop­pen abso­lut empfehlenswert ist selb­stver­ständlich Cam­den Mar­kets in Cam­den Town. Als ich aus der U-Bahn aus­gestiegen bin, erin­nert mich die Atmo­sphäre etwas an Kirmes oder die Filmkullisen in Los Ange­les Uni­ver­sal Stu­dios, nur dass die Pubs echt waren und kein Papp­mache. Dabei ist Word’s End ein absolutes Muss.

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Ach alles in Allem ist die Stadt ein­fach nur bunt, laut und schre­it nach einem näch­sten Besuch. Also Lon­don ich komme wieder.

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Smörrebröd wäre mir lieber

Urlaub ist was großar­tiges, vor allem wenn tortz der drit­ten Jahreszeit, die Sonne sich noch ein­mal raus traut, und uns mit ihren Strahlen ver­wöh­nt.

Und wie fängt man seinen Urlaub­stag an? Indem man sich ein aus­giebiges Früh­stück gön­nt. Und warum nicht beim schwedis­chen Möbel­her­steller unseren Ver­trauens? Schließlich habe ich schon öfter die Stim­men ver­nom­men, dass es ganz gut sein soll. Was kann man auch beim Früh­stück falsch machen, dachte ich. Gedacht, getan, ab nach Elch­hausen.

Bei den Schwe­den angekom­men, mussten wir fest­stellen, dass wir nicht die Einzi­gen sind, die heute Urlaub haben und schon gar nicht die Einzi­gen, die die wah­n­witzige Idee hat­ten, zwis­chen Bil­ly und Ivar Frukost zu sich zu nehmen. Noch erschreck­ender als die Men­schenan­häu­fung vor der Essen­saus­gabe war das Fest­stellen, dass das Small-Land noch nicht geöffnet hat, und all die süßen Kevins, Toms, Max­es, Jan­i­nas und Matil­das sich nicht sich­er einges­per­rt im Ballpool vergnü­gen, son­dern unter uns sind, und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Mein Lieb­ster schmiß sich auf den erst gele­gene Manstrat mit den Worten, “ich sichere uns mal ein paar Plätze”, während ich mich brav mit ein­er schwedis­chen Essens­ge­hhil­fe in die Schlange ein­rei­hte. Dank mein­er schw­eren Kind­heit im Esprit­lagerverkauf weiß ich, wie man sich in so ein­er Sit­u­a­tion ver­hält. Augen zu, Ell­bo­gen raus und alles mit­nehmen, wo man dran kommt, aus­sortiert wird zum Schluss.

Hier meine Aus­beute.

Das Wichtig­ste dabei; Meine Lieblings­frün­stücksspeise, das Rührei. Ich liebe diese fluffige, mor­gentliche Erfind­ung. Was gibt es schöneres als mit dieser Eierköstlichkeit den neuen Tag zu begrüßen?

Ich habe sie schon in den ver­schieden­sten Vari­anten erlebt: Pur, mit Kräutern, mit Schinken, mit Speck, mit Gemüse, als Rührei, Spiegelei, Omlett, Pfannkuchen, ja sog­ar Waf­feln würde ich zu dieser Spezies zählen. Und jet­zt das da. Ich weiß nicht was die Schwe­den in ihr “Rührei” rein tun, aber es ist defin­i­tiv kein Ei und mit Rühren hat es auch her­zlich wenig zu tun. Ich frage mich, was man tun muss, damit eine Eier­speise so eine gum­mi­ar­tige Kon­sis­tenz kriegt. Ob sie alte Bil­ly-Regale drin ver­ar­beit­en oder ein­fach keine Ahnung von gutem Rührei haben? Egal was es ist, sollte es keinem Men­schen zuge­mutet wer­den. Der Geschmack nach dem ersten Bis­sen auf meinem Gau­men erin­nerte an das Speise gewor­dene Leid der gesamten Men­schheit. So saß ich da, mit der trau­ri­gen Jogi-Löw-Miene: Es hat alles so vielver­sprechend ange­fan­gen und dann kamen die Schwe­den.

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Essen ohne Stil

Ich war mal wieder halb­wegs ver­loren mit­ten im Nir­gend­wo in San Diego. Und wie es so häu­fig passiert, kriegte ich zum unpassend­sten Augen­blick Hunger. Na, Gott sei Dank bin ich in den USA, dem Land des unbe­gren­zten Fast­food-Fressens. Ich brauchte nur zwei Schritte nach links zu gehen und schon war da ein Burg­er-Laden.
Der Laden sah von außen erst halb fer­tig aus, aber die Leute stürmten da rein. Ich natür­lich hin­ter­her. Die fre­undliche Dumpf­backe hielt mir eine Speisekarte vor die Nase mit den Worten: “All Burg­ers, Fries and Soft­drings are today for free.” Erst dachte ich, ich bin in der Armenküche gelandet, eine Ini­tia­tive des Staates Kali­fornien, Herza­te­rien­ver­stop­fung für die Obdachlosen. Aber die Leute um mich herum wirk­ten zum größten Teil so, als ob sie heute bere­its eine Dusche gese­hen hät­ten. Ich ging also brav zur Kasse als ich aufgerufen wurde, und ließ mir allen möglichen Quatsch auf­schwatzen, den ich son­st nie nehmen, wie Speck, extra Käse, extra Zwiebeln, und son­sti­gen extra Quatsch. Dazu gab es noch Pommes und Getränk mein­er Wahl, natür­lich gab es da kein Bier, also fiel das schon mal weg. Ich bekam ein blink­endes Appar­il­lo, sobald das Ding anfan­gen wird zu vib­ri­eren, hätte ich los ren­nen müssen um mein Hapa­Ha­pa zu holen, und set­zte mich artig an den Tisch.

Es vergin­gen gefühlte Stun­den, in denen ich ver­sucht habe das Blinkd­ing durch Telepathie zum vib­ri­eren zu brin­gen. Zwis­chen­durch habe ich schon über­legt, ob ich nicht ein­fach drauf beste­hen soll, dass es kaputt ist, und ich sofort mein Essen kriegen muss. Als ich schon kurz davor war ein­fach aufzugeben, war ja eh umson­st, kam das erlösende “Brrrrrrrr”. Juhu, es ist da. Als ich zur Theke ging habe mich alle voller Bewun­derung und Respekt angeschaut. So muss sich wohl ein Boxwelt­meis­ter fühlen. Dann sah ich, weswe­gen ich die Blicke ern­tete. Dieser Burg­er war mit Abstand der höch­ste, den ich je gese­hen habe. Es war der Wolkenkratzer unter den Burg­ern, ich hätte mir vielle­icht doch nicht extra Avoco­do und Chips andrehen sollen. Da kriegt man ja eine Mundsperre. Nach­dem ich mein Gesicht darin ver­graben habe, musste ich fest­stellen, das war der leck­er­ste Burg­er, den ich je hat­te.

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Günstig essen in Prag in Palace Acropolic Teil 1

Das Palace Acrop­olic in Prag bietet ein kul­turell ziem­lich vielfältiges Pro­gramm, unter­schiedliche Par­tys in ver­schiede­nen Musik­gen­res, in der großen Halle wer­den fast wöchentlich Konz­erte gespielt auch von recht inter­es­san­ten ein­heimis­chen Bands, naja die manch­mal doch schon recht gewöh­nungs­bedürftig sind, aber immer sehr exo­tisch.
Aber vor allem kann man in dem Restau­rant drüber wun­der­bar essen und trinken. Das Essen ist wirk­lich vorzüglich, die Preise mehr als fair und das Ambi­ente sehr angenehm.
Zu erre­ichen ist es mit:
Metrolin­ie A (grüne) bis Jiřího z Poděbrad

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