Meine Armee

Die mit Abstand süßeste Bedingung brachte mir ein Styroporbehälter. Als ich ihn aufmachte, guckten mich lauter California-Rolls an mit ihren niedlichen Sesamkörnchen. Meine eigene kleine Armee zum Angriff bereit.

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Der Flug: Teil 3

Hier eine Überblick über meinen gesamten Flug: Neben mir saß ein kleiner, dänischer Handelsreisender, der genauso wie ich an einem Blog-Text schrieb. Vor mir saß Häuptling Werner Lederhaut und seine Frau Uschi Botoxlid. Ihr müsst euch Häuptling Werner Lederhaut so vorstellen: groß gewachsen, längeres, schütteres Haar, liebevoll dunkel gefärbt, dezent nach hinten gegelt, dazu eine 70er Jahr Brille, Modell „IchHabSieSchonImmerSoGetragen“, natürlich leicht verdunkelt, und riesengroße Hände mit ledrigen Wurstfingern. Woher ich das so genau weiß: Häuptling Werner Lederhaut, saß direkt neben mir und schmiss ständig seinen Sitz nach hinten, so dass er mit seinem gegelten Kopf fast in meinem Schritt landete. Dazu streckte er seine Hände so in etwa in Höhe meines Gesichtes und pulte sich in in den Fingernägeln rum. Ab und an ließ er einen Furz fahren, er dachte vermutlich, wenn es im Flieger so laut ist, hört es eh keiner.
Abgesehen von Häuptling Werner Ledergesicht, musste ich mir vier nichtssagende Filme angucken, zwei davon mit Owen Wilson – wenn das nicht Folter ist. Zum Glück hielt Häuptling Werner Ledergesicht die meiste Zeit seine Hände vor mein Gesicht, so dass ich nichts sehen konnte. Weil er brav den Innhalt seiner Fingernägel über meinem Essen ausleerte, musste ich auch nix essen oder trinken, folglich musste ich nie auf Toilette und war keine sonderliche Belastung für meinen dänischen Freund neben mir. Nach entspannten 10 Stunden war auch dieser Flug vorbei. Und ich war da: Im Land der Freiheit und der unbegrenzten Möglichkeiten. Ich musste nur noch vor zwei Zollbeamten rechtfertigen, mit welchem Recht ich überhaupt noch hier rein will, mich mal wieder betatschen lassen, und ich wurde körpergescannt. Ich holte mir zu Entspannung eine riesengroße Latte bei Starbucks, stieg in den zweiten Flieger und knapp fünf Stunden später war ich in San Diego.

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Der Flug: Teil 2

Nachdem ich 14 Dollar bezahlt hatte, mich schweren Herzens von meinem Liebsten verabschiedete und die üblichen Erniedrigungen einer „Sicherheitskontrolle“ über mich ergehen ließ, durfte ich in den Flieger. Und wie üblich traf ich auf die typisch amerikanischen Stereotypen, die jedes nur denkbare Klischee erfüllten. Da haben wir den viel beschäftigten Businessmann mittleren Alters, der zwar ständig mit dem neusten iPhone telefoniert, aber begefarbene Karottenschnitt-Hosen mit Anschlag trägt. Dann die Happy Familie, Eltern, ca. Mitte vierzig, und dazu zwei Kids schätze zwischen 10 und 15. Das frisch verheiratete Paar, sie meistens rothaarig. Ein etwas durchgeknallt wirkender Paradiesvogel, der irgendwas mit dem Muster der amerikanischen Flagge trägt. Ein aufgepumpter Jüngling, der seinen Hals vor lauter Muskeln nicht bewegen kann, sondern immer den ganzen Torso umdrehen muss. Und last but noch least zwei ältere Pärchen, die sich ständig lauthals quer über den ganzen Flieger unterhalten, und deren aufdringliche Lache einen ständig verfolgt. Und ich spreche hier von dem richtig schlimmen Raucherlachen, bei dem man das Gefühl hat, der Kehlkopf hat schon sehr schlimmes in seinem Leben durchgemacht.

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Der Flug: Teil 1

Gestern startete zum dritten mal mein großes Abenteuer in die unendlichen Weiten der USA.
Es begann schon relativ stressig. Ich kam wie immer, sagen wir mal passend zum Abflug, und wollte eben einchecken. Jeder der in die USA schon mal geflogen ist, kennt diese netten Herrschaften, die einen ganz unaufdringlich fragen, ob man nicht doch eine Bombe mit hätte. Ich bereitete mich schon auf die üblichen Fragen vor, bis er mit einer ganz neuen Frage startete. „Ist der Pass neu?“ –  „Meinen Koffer habe ich selbst…..bitte?“ – „Ihr Pass. Ist er neu?“ – „Ja, wieso?“  – „Haben Sie das ESTA-Formular ausgefüllt? Denn immer wenn Sie einen neuen Pass kriegen, müssen Sie sich da neu anmelden.“

Ratter, ratter in meinem Kopf, ich habe schon mal von so nem Mythos gehört, dass man sich irgendwo online anmelden musste, bevor man in die USA fliegt, aber habe es nur für eine Legende gehalten, und die Jahre davor, hat sich immer meine Schwester um so was gekümmert.

„Ähm nein habe ich nicht.“ Der nette Herr im Anzug wollte nicht glauben, dass jemand tatsächlich so blöd ist, und hakte nochmal nach: „Ich gucke nochmal im System, ob Sie nicht doch, sich aus Versehen da angemeldet haben.“ Jetzt wird es aber persönlich hier. Nach einigen Augenblicken kam er zurück. „Nein, Sie sind nicht im System.“ Ich dachte Facebook reicht? „Da hinter Ihnen ist eine Internet Station, melden Sie sich da auf der entsprechenden Seite an und kommen Sie wieder. Vorher können Sie leider nicht fliegen. Sie haben noch 20 Minuten. Es dauert ca. 10 Minuten.“ Und dann sagte er, was er vermutlich immer sagen muss: „Behalten Sie Ihr Gepäck im Auge.“
14 Dollar hat mich der Spaß gekostet, und dazu musste ich auch persönliche Fragen beantworten über meine Krankheiten z.B,. ob ich Syphilis hätte, und  über meine Beziehungen zum organisierten Verbrechen.

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Büdchenreport 3: Bolker Straße

Hier habe ich aus dem Fenster eines Kaffeeanbieters meines Vertrauens das berühmte Büdchen in der Bolker Straße gefilmt. Seit einigen Jahren wurde es aufgeteilt, eins für Kippen und Alk, und ein begehbares für alles was das Herz begehrt: Mehl, Eier, Margarine, Zucker. Falls man nach dem erfolgreichem Junggesellenabschied spontan beschließen sollte einen Kuchen zu backen, und dabei auf seinen Cholesterinwert achten muss, gibt es da die nötige Halbfettmargarine. Daumen hoch.

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Büdchenreport 2: Ecke Roßstraße/Kleverstraße

Heute mal wieder das Neuste aus der Büdchenwelt. Wir sind immer noch in Düsseldorf Derendorf und ich möchte euch dieses Prachtstück vorstellen:

Das Büdchen hat eigentlich alles was ein Büdchen haben soll, eine große Auswahl an Getränken und Zeitschriften, außerdem Lebensmitteln und frische Backwaren und das alles zu annehmbaren Preisen. Der Besitzer ist nett und immer für ein Plausch bereit. Also nur hin. Mein Urteil: Daumen hoch.

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