Meine Familie

Nach einem üppigem Brunch:
Ich: Ich mach mir einen Tee, will noch jemand?
Er: Hast du Hunger, sie hat Hunger, mach ihr was zu essen.
Sie: Wie kann sie Hunger haben, wir haben grade erst gegessen.
Ich: Ich wollte nur…
Er: Na und, wenn sie Hunger hat, mach ihr was zu essen.
Sie: Sie braucht nur den Kühlschrank auf zu machen, und sich was raus zu nehmen.
Er: Mein Gott, ist es so schw­er, ihr was zu essen zu machen.
Sie: Wieso hat sie über­haupt schon Hunger.
Er: Ach warte ich gucke selb­st im Kühlschrank nach.
Sie: Nein schon gut, ich mach schon was. Willst du Fisch, ich habe noch Fisch.
Ich: Nein ich will doch nur..
Sie: Man kann es dir ein­fach nicht recht machen, ok ich hab noch ein paar Steaks im Tiefkühlfach, die müssen schnell aufge­taut sein.
Ich: aber ich…
Er: Mach ein paar Kartof­feln dazu, sie will bes­timmt ein paar Kartof­feln.
Sie: Wieso hat sie über­haupt schon wieder Hunger. Aber gut, dann eben Kartof­feln.
Er: Wir haben noch Eis im Keller, sie will bes­timmt Eis.
Ich: Nein ich wollte nur.…
Er: Gut dann hole ich noch Kuchen.

Alle ren­nen weg. Ich bleibe alleine mit der Kanne in der Hand ste­hen.

Ich: Ok dann mache ich eben Kaf­fee.

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Büdchenreport 4: Essener Straße

On the Road again. Ich war auf der schick­en Essen­er Straße. Und da habe ich in einem klas­sis­chen Alt­bau ein Büd­chen ent­deckt. Von außen etwas unschein­bar, bietet einem doch einem ein bre­ites Spek­trum ein Spir­i­tu­osen und und Lol­lipops. So ste­ht da ein Flasche Jack Daniels Sin­gle Bar­rel im Fen­ster (ich habe nicht nach dem Preis gefragt). Also wer an einem Son­ntag spon­tan Lust auf was anderes kriegt als den üblichen Fusel, kön­nte vielle­icht dort fündig wer­den.

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Essen ohne Stil

Ich war mal wieder halb­wegs ver­loren mit­ten im Nir­gend­wo in San Diego. Und wie es so häu­fig passiert, kriegte ich zum unpassend­sten Augen­blick Hunger. Na, Gott sei Dank bin ich in den USA, dem Land des unbe­gren­zten Fast­food-Fressens. Ich brauchte nur zwei Schritte nach links zu gehen und schon war da ein Burg­er-Laden.
Der Laden sah von außen erst halb fer­tig aus, aber die Leute stürmten da rein. Ich natür­lich hin­ter­her. Die fre­undliche Dumpf­backe hielt mir eine Speisekarte vor die Nase mit den Worten: “All Burg­ers, Fries and Soft­drings are today for free.” Erst dachte ich, ich bin in der Armenküche gelandet, eine Ini­tia­tive des Staates Kali­fornien, Herza­te­rien­ver­stop­fung für die Obdachlosen. Aber die Leute um mich herum wirk­ten zum größten Teil so, als ob sie heute bere­its eine Dusche gese­hen hät­ten. Ich ging also brav zur Kasse als ich aufgerufen wurde, und ließ mir allen möglichen Quatsch auf­schwatzen, den ich son­st nie nehmen, wie Speck, extra Käse, extra Zwiebeln, und son­sti­gen extra Quatsch. Dazu gab es noch Pommes und Getränk mein­er Wahl, natür­lich gab es da kein Bier, also fiel das schon mal weg. Ich bekam ein blink­endes Appar­il­lo, sobald das Ding anfan­gen wird zu vib­ri­eren, hätte ich los ren­nen müssen um mein Hapa­Ha­pa zu holen, und set­zte mich artig an den Tisch.

Es vergin­gen gefühlte Stun­den, in denen ich ver­sucht habe das Blinkd­ing durch Telepathie zum vib­ri­eren zu brin­gen. Zwis­chen­durch habe ich schon über­legt, ob ich nicht ein­fach drauf beste­hen soll, dass es kaputt ist, und ich sofort mein Essen kriegen muss. Als ich schon kurz davor war ein­fach aufzugeben, war ja eh umson­st, kam das erlösende “Brrrrrrrr”. Juhu, es ist da. Als ich zur Theke ging habe mich alle voller Bewun­derung und Respekt angeschaut. So muss sich wohl ein Boxwelt­meis­ter fühlen. Dann sah ich, weswe­gen ich die Blicke ern­tete. Dieser Burg­er war mit Abstand der höch­ste, den ich je gese­hen habe. Es war der Wolkenkratzer unter den Burg­ern, ich hätte mir vielle­icht doch nicht extra Avoco­do und Chips andrehen sollen. Da kriegt man ja eine Mundsperre. Nach­dem ich mein Gesicht darin ver­graben habe, musste ich fest­stellen, das war der leck­er­ste Burg­er, den ich je hat­te.

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Meine Armee

Die mit Abstand süßeste Bedin­gung brachte mir ein Sty­ro­por­be­häl­ter. Als ich ihn auf­machte, guck­ten mich lauter Cal­i­for­nia-Rolls an mit ihren niedlichen Sesamkörnchen. Meine eigene kleine Armee zum Angriff bere­it.

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Der Flug: Teil 3

Hier eine Überblick über meinen gesamten Flug: Neben mir saß ein klein­er, dänis­ch­er Han­del­sreisender, der genau­so wie ich an einem Blog-Text schrieb. Vor mir saß Häuptling Wern­er Leder­haut und seine Frau Uschi Botoxlid. Ihr müsst euch Häuptling Wern­er Leder­haut so vorstellen: groß gewach­sen, län­geres, schüt­teres Haar, liebevoll dunkel gefärbt, dezent nach hin­ten gegelt, dazu eine 70er Jahr Brille, Mod­ell „Ich­Hab­Si­eSchon­Im­mer­So­Ge­tra­gen“, natür­lich leicht ver­dunkelt, und riesen­große Hände mit ledri­gen Wurstfin­gern. Woher ich das so genau weiß: Häuptling Wern­er Leder­haut, saß direkt neben mir und schmiss ständig seinen Sitz nach hin­ten, so dass er mit seinem gegel­ten Kopf fast in meinem Schritt lan­dete. Dazu streck­te er seine Hände so in etwa in Höhe meines Gesicht­es und pulte sich in in den Fin­gernägeln rum. Ab und an ließ er einen Furz fahren, er dachte ver­mut­lich, wenn es im Flieger so laut ist, hört es eh kein­er.
Abge­se­hen von Häuptling Wern­er Led­er­gesicht, musste ich mir vier nichtssagende Filme anguck­en, zwei davon mit Owen Wil­son — wenn das nicht Folter ist. Zum Glück hielt Häuptling Wern­er Led­er­gesicht die meiste Zeit seine Hände vor mein Gesicht, so dass ich nichts sehen kon­nte. Weil er brav den Innhalt sein­er Fin­gernägel über meinem Essen ausleerte, musste ich auch nix essen oder trinken, fol­glich musste ich nie auf Toi­lette und war keine son­der­liche Belas­tung für meinen dänis­chen Fre­und neben mir. Nach entspan­nten 10 Stun­den war auch dieser Flug vor­bei. Und ich war da: Im Land der Frei­heit und der unbe­gren­zten Möglichkeit­en. Ich musste nur noch vor zwei Zoll­beamten recht­fer­ti­gen, mit welchem Recht ich über­haupt noch hier rein will, mich mal wieder betatschen lassen, und ich wurde kör­perges­can­nt. Ich holte mir zu Entspan­nung eine riesen­große Lat­te bei Star­bucks, stieg in den zweit­en Flieger und knapp fünf Stun­den später war ich in San Diego.

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Der Flug: Teil 2

Nach­dem ich 14 Dol­lar bezahlt hat­te, mich schw­eren Herzens von meinem Lieb­sten ver­ab­schiedete und die üblichen Erniedri­gun­gen ein­er „Sicher­heit­skon­trolle“ über mich erge­hen ließ, durfte ich in den Flieger. Und wie üblich traf ich auf die typ­isch amerikanis­chen Stereo­typen, die jedes nur denkbare Klis­chee erfüll­ten. Da haben wir den viel beschäftigten Busi­ness­mann mit­tleren Alters, der zwar ständig mit dem neusten iPhone tele­foniert, aber bege­far­bene Karot­ten­schnitt-Hosen mit Anschlag trägt. Dann die Hap­py Fam­i­lie, Eltern, ca. Mitte vierzig, und dazu zwei Kids schätze zwis­chen 10 und 15. Das frisch ver­heiratete Paar, sie meis­tens rothaarig. Ein etwas durchgek­nallt wirk­ender Paradiesvo­gel, der irgend­was mit dem Muster der amerikanis­chen Flagge trägt. Ein aufgepumpter Jüngling, der seinen Hals vor lauter Muskeln nicht bewe­gen kann, son­dern immer den ganzen Tor­so umdrehen muss. Und last but noch least zwei ältere Pärchen, die sich ständig lau­thals quer über den ganzen Flieger unter­hal­ten, und deren auf­dringliche Lache einen ständig ver­fol­gt. Und ich spreche hier von dem richtig schlim­men Raucher­lachen, bei dem man das Gefühl hat, der Kehlkopf hat schon sehr schlimmes in seinem Leben durchgemacht.

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Cheesecake Factory

Meine kleine, fette Sünde. Ich hoffe Du lan­d­est direkt auf meinen Hüften, so habe ich die Erin­nerung ganz lange an dich, denn ich habe dich geliebt.

Dob­ble Choclate Cheese­cake

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Der Flug: Teil 1

Gestern startete zum drit­ten mal mein großes Aben­teuer in die unendlichen Weit­en der USA.
Es begann schon rel­a­tiv stres­sig. Ich kam wie immer, sagen wir mal passend zum Abflug, und wollte eben eincheck­en. Jed­er der in die USA schon mal geflo­gen ist, ken­nt diese net­ten Herrschaften, die einen ganz unauf­dringlich fra­gen, ob man nicht doch eine Bombe mit hätte. Ich bere­it­ete mich schon auf die üblichen Fra­gen vor, bis er mit ein­er ganz neuen Frage startete. „Ist der Pass neu?“ —  „Meinen Kof­fer habe ich selbst.….bitte?“ — „Ihr Pass. Ist er neu?“ — „Ja, wieso?“  — „Haben Sie das ESTA-For­mu­lar aus­ge­füllt? Denn immer wenn Sie einen neuen Pass kriegen, müssen Sie sich da neu anmelden.“

Rat­ter, rat­ter in meinem Kopf, ich habe schon mal von so nem Mythos gehört, dass man sich irgend­wo online anmelden musste, bevor man in die USA fliegt, aber habe es nur für eine Leg­ende gehal­ten, und die Jahre davor, hat sich immer meine Schwest­er um so was geküm­mert.

Ähm nein habe ich nicht.“ Der nette Herr im Anzug wollte nicht glauben, dass jemand tat­säch­lich so blöd ist, und hak­te nochmal nach: „Ich gucke nochmal im Sys­tem, ob Sie nicht doch, sich aus Verse­hen da angemeldet haben.“ Jet­zt wird es aber per­sön­lich hier. Nach eini­gen Augen­blick­en kam er zurück. „Nein, Sie sind nicht im Sys­tem.“ Ich dachte Face­book reicht? „Da hin­ter Ihnen ist eine Inter­net Sta­tion, melden Sie sich da auf der entsprechen­den Seite an und kom­men Sie wieder. Vorher kön­nen Sie lei­der nicht fliegen. Sie haben noch 20 Minuten. Es dauert ca. 10 Minuten.“ Und dann sagte er, was er ver­mut­lich immer sagen muss: „Behal­ten Sie Ihr Gepäck im Auge.“
14 Dol­lar hat mich der Spaß gekostet, und dazu musste ich auch per­sön­liche Fra­gen beant­worten über meine Krankheit­en z.B,. ob ich Syphilis hätte, und  über meine Beziehun­gen zum organ­isierten Ver­brechen.

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Büdchenreport 3: Bolker Straße

Hier habe ich aus dem Fen­ster eines Kaf­feean­bi­eters meines Ver­trauens das berühmte Büd­chen in der Bolk­er Straße gefilmt. Seit eini­gen Jahren wurde es aufgeteilt, eins für Kip­pen und Alk, und ein bege­hbares für alles was das Herz begehrt: Mehl, Eier, Mar­garine, Zuck­er. Falls man nach dem erfol­gre­ichem Jungge­sel­len­ab­schied spon­tan beschließen sollte einen Kuchen zu back­en, und dabei auf seinen Cho­les­ter­in­wert acht­en muss, gibt es da die nötige Halbfettmar­garine. Dau­men hoch.

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